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01.07.2009 LAG Queer Berlin-Brandenburg

Protokoll

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Auswertung der vergangenen Aktionswochen

Die LAG hat im Juni insgesamt teilgenommen an: Motzstraßenfest, CSD, Akzeptanzkongress, Respectgaymes, Wahlkampf-Kneipentour, Anti-Homophobie-Tag. Insgesamt war unsere Arbeit bemessen an unseren Ressourcen außerordentlich erfolgreich. Im Einzelnen wird folgendes festgestellt:

Positiv war insbesondere:

Die finanzielle Unterstützung und Organisation klappte gut, eine gelungene Kampagne wurde entworfen, zahlreiche Materialien produziert und erfolgreich verteilt, es gab keine ernsten Probleme, mehrere neue Interessenten, wir konnten viele Aufbauhelfer beim CSD-Truck gewinnen, auf dem CSD selbst waren wir mit Reden von Barbara und Klaus super vertreten, die Akzeptanztagung war inhaltlich gut und wurde in der Fachszene positiv wahrgenommen – insb. im Zusammenhang mit der Bundesratsinitiative der Koalition zur Aufnahme des Verbots der Diskriminierung der „sexuellen Identität“ ins Grundgesetz.

Negativ wird bewertet:

Unsere Mobilisierung insb. beim Straßenfest war nur knapp ausreichend. Mehrere Ausfälle wegen Krankheit oder Nachlässigkeit machten vor allem bei Stefan, Peter und Carsten mehr Arbeit als eingeplant; beim Anti-Homophobie-Tag klappte die Mobilisierung garnicht. Beim Linke-Shop des Standes fehlte zudem eine abschließbare Kasse. Unser Stand bei den Respect-Gaymes klappte wiederum gut, aber vom Fest selbst her gab es kaum interessierte Leute. Leider gab es bei der Akzeptanztagung kaum Presseresonanz. Einzelne Details, wie zB das Ausschalten der Musik des CSD-Trucks beim Mahnmal der ermordeten Homosexuellen und Juden Europas, müssen besser abgesprochen werden. Der Wagen war z.T. zu voll und würde bei einheitlichen T-Shirts besser wirken. Die Musikausrichtung (House/Electro) wurde unterschiedlich bewertet. Die Meinungen gingen von „super“ bis „mehr wechseln“

Die LAG beschließt in diesem Kontext:

  • In Zukunft müssen wir zielgenauer mobilisieren mit verbindlichen Absprachen und uns über Schwerpunkte bewusst werden.
  • Für die Organisation sollten noch mehr Leute in die Verantwortung miteinbezogen werden, vor allem aber ihre Arbeitsbereiche untereinander stärker koordinieren, Check-Listen zusammentragen etc.
  • Zum Aufpeppen des Wagens sollten wir nächstes Jahr überlegen mit einem verbindlichen Anmeldeverfahren, einheitlichen roten T-Shirts mit Aktionsbutton, Getränkepauschale und ein Sonderprogramm (Bspw. ½ Stunde Drag Queen-Kabarett am Potsdamer) zu arbeiten.
  • Die Frage der Musikausrichtung muss nächstes Jahr nochmals ausführlich abgewogen werden.
  • Soweit möglich sollte es nächstes Jahr mehr Kondome, Bonbons und Buttons geben.
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Aktuelles

Folgende Termine finden demnächst statt:

15. August schwullesbisches Parkfest im Volkspark Friedrichshain mit Infostand von 14- 22 Uhr

  • Carsten kümmert sich um Standanmeldung.
  • Klaus Lumma, Marko und Peter erklären sich zur Standbetreuung bereit.
  • Terence sucht Tagesverantwortlichen, der auch den Standtransport und Auf-/Abbau organisiert und weitere Standhelfer gewinnt.

22. August Wahlkampf-Techno-Konzert bei der Bar25 (Ostbahnhof)

Terence berichtet aufgrund einiger kritischer Mails über unsere Verteiler von einer Demo gegen Homophobie, zu deren Teilnahme wir aufgerufen haben. Terence berichtet, dass der Demoaufruf wegen Einseitigkeit kritisiert werden kann, dies jedoch für die meisten Anti-Homophobie-Demos der letzten Zeit gelte. Die LAG entschloss sich bisher dazu, lieber auf den Demos für differenziertere Positionen zu werben, statt sich durch deren Boykott zu seperatisieren. Dieser Weg war sehr erfolgreich, da wir die Community-Debatte um Homophobie und Migration insgesamt in Richtung eines gesamtgesellschaftlichen Ansatzes verrücken konnten und gleichzeitig von den anderen Trägern und Vereinen als vernünftiger Akteur wahrgenommen wurden, somit unseren Stellenwert steigerten.

Die LAG beschließt nach kurzer Debatte:

  • Wir wollen weiterhin auf Demos gegen Homophobie/Transphobie teilnehmen und dort für unseren Ansatz auch bei kritikwürdigem Aufruf des Veranstalters werben.
  • Wir kritisieren, dass bei vielen Vorfällen keine Kundgebungen / Demos stattfinden und wollen daher in der Öffentlichkeit um stärkere Demonstrationsbereitschaft werben. Daher werden wir in Zukunft bei homophoben/transphoben Vorfällen selbst zu Kundgebungen aufrufen, um Fälle zu vermeiden, wo keine Kundgebung mangels Aufruf stattfindet.
  • Unsicherheiten bzgl. des Tathergangs können wir niemals ausschließen und müssen wir hinnehmen.
  • Die gesamte LAG muss die aktuelle Nachrichtenlage hinsichtlich besonderer Überfälle, Mahnmal- Schändungen etc. im Blick halten. Wer was entdeckt, soll dies umgehend über den Verteiler jagen.

Zu den Themen KZ Sachsenhausen, Trans-Vorhaben und HIV/Syphillis gibt es keine neuen Entwicklungen.

Top 3

Wahlkampfplanung

  • Im September werden wir bei Homo- und Translokationen unsere queer-Materialien verteilen und Kneipentouren durchführen. Hier sollten wir 2-4 Termine pro Woche vorsehen.
  • Neue Wahlkampfmaterialien brauchen wir nicht produzieren, die vorhandenen sind ausreichend.
  • Zur Unterstützung von Klaus und Haralds Wahlkampf schlagen wir vor, mit der LINKE. Mitte ein Grillfest im Friedrichshain zu organisieren, das wir vorher durch Plakate, Flyer und ggf. Anzeigen bewerben. Dieses sollte an einem Sonntag Anfang September stattfinden.
  • Im Anschluss an das Grillfest schlagen wir vor, 2 Kandidatenstammtische je mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten anzubieten. Hierfür könnte man ein Restaurant-Hinterzimmer nutzen.
  • Terence erfragt bei Klaus und Harald, sowie bei der LINKE. Mitte, welche Vorstellungen darüber hinaus existieren und welche konkrete Hilfe sie sich zudem vorstellen können.
Top 4

Nächstes Treffen

Grillabend im Volkspark Friedrichshain am 5. August, 18 Uhr
Carsten / Terence kümmern sich um die Organisation