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21.08.2013

queer.macht.poltik

Schauplätze gesellschaftlicher Veränderung

Die zentralen Forderungen der Schwulen- und Lesbenbewegung der letzten 30 Jahren sind bald erfüllt, doch das Ende einer emanzipatorischen Politik bedeutet das nicht. Queere Politikansätze wollen die Hegemonie der Heterosexualität unterlaufen und den Spielraum nicht-heterosexueller Praxen erweitern. Die Herausgeber_Innen dieses Bandes agieren vor allem auf der Ebene der Parlamente. Sie kümmern sich um den gesetzlichen Rahmen, die Finanzierung von Projekten oder bspw. Die Initiative für Selbstbestimmung und die Akzeptanz sexueller Vielfalt in Berlin. Parlamentarische Arbeit kann jedoch nur erfolgreich sein, wenn Handlungsfelder an der Basis eröffnet und erweitert werden, wenn sich im Bewusstsein der Mehrheiten etwas ändert. Davon berichten die Beiträge dieses Buchs. Sie zeigen, wie individuelles Engagement und organisierte Politik Hand in Hand gehen und formulieren in ihrer Summe das Programm emanzipatorischer Politik von morgen.

Mit einem Geleitwort von Petra Pau.

Von: Höll, Barbara (Herausgeber) / Lederer, Klaus (Herausgeber) / Niendel, Bodo (Herausgeber)

Bestellbar bei: nd-shop , gaybooksfembooks 

Pressestimmen

25.08.2013

Da muss man durch den Mangel an Alternativen [von den Grünen oder der SPD, der Sezzer] in Kauf nehmen, dass dieser Band eben den Duft linkspolitischer Ansichten verströmt. Und wer es schafft, eventuell sogar als eingefleischter CDU-Wähler, die ausgewählten Schriften in dieser Hinsicht differenziert zu lesen, der wird belohnt. (...) Doch zum Abschluss mag das Zitat der Autorin Konstanze Kriese ausreichen: "Es geht schließlich darum, sich die menschenrechtliche Dimension der Geschlechteremanzipation zu vergegenwärtigen und nicht in gleichstellungspolitischer Zielgruppenpolitik zu verharren."
Roberto Manteufel in der Siegessäule

Da haben vor allem linke Schwule und ein paar weniger Lesben und Heter@s just in time ein hochaktuelles und sehr lesenswertes Buch geschrieben, dass manche Entwicklung im Bundestag zu sehr aus der Sicht der eigenen Fraktion und manche gesellschaftliche Analyse eher für die selbstgewählte Nische beschreibt, aber ausreichend Anregungen für queere Politik nach der Homo-Ehe liefert, damit sich die Schwulen und Lesben jetzt nicht bequem in der bald erreichten formalen Gleichstellung einrichten.
Dass der Sammelband mit Jan Feddersen schließt, scheint die undogmatische Pointe zu sein, denn besonders links ist seine Haltung nicht, wohl aber Teile dessen, was er als schwule Geschichte der letzten Jahrzehnte beschreibt.
Ansgar Drücker auf phenomenelle.de

Lesenwert mit vielen Anstößen zur weiteren Diskussion und Anregungen zum eigenständigen Nachdenken der Leserinnen und Leser.
haOlam.info

Weitere Rezensionen aus der Blu und dem Magazin Männer findet ihr hier.