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07.04.2010 LAG Queer Berlin-Brandenburg

Protokoll

TOP 1: Aktuelles

  • Homo-Mahnmal: LSVD und andere wollen nicht, dass ein lesbisches Paar im Sichtfenster des Mahnmals gezeigt wird, da Lesben von den Nazis nicht verfolgt worden sein. Kurze Debatte: Die Verfolgung sei zwar nicht so gewalttätig wie bei Schwulen gewesen, aber lesbische Kultur wurde in anderer Form eindeutig verfolgt. Schwule Verfolgung ist sehr viel besser erforscht. Die LAG eine eine PM zur Positionierung für eine lesbische Kuss-Szene im Homo-Mahnmal. Es ist ein Zeichen der Solidarität und Erfordernis der Aufarbeitung erforderlich. Wie die Debatte geführt wird, ist an sich zu kritisieren.
    Expertin: Claudia Schoppmann.
  • Bundestreffen: Für die An- und Abreise zum Bundestreffen stehen uns nun ein 9er Van und ein Auto des Genossen Lutz Heilmann zur Verfügung. Mitfahrer.innen sind bislang: Katayun Pirdawari, Marlene Cieschinger, Andreas Günther, Harald Petzold, Benjamin Krüger, Carsten Schatz, Andreas Richert, Bodo Niendel, Terence Freibier, Stefan Abraham, Lutz Heilmann (11). Peter Lompscher reist selbst an- und ab. Somit ist noch ein Platz frei! Anreise: Van (14:40 Uhr), Stefan (18 Uhr), Lutz Heilmann (noch unbekannt);
  • Finanzierung Landeskoordinierungsstelle: Die rot-rote Regierung hat vor, die Finanzmittel für die Landeskoordinierungsstelle für schwul-lesbische Belange und AndersArtig soweit zu kürzen, dass deren Existenz auf dem Spiel steht. Gabriele und Harald sind dabei, zu retten was zu retten ist. Die Schwusos haben ihre Position geändert und befürworten nun eine Kürzung der Mittel für die Koordinierungsstelle. Terence wendet sich per Brief an den neuen Vorsitzenden.
  • Der LINKE-Programmentwurf ist nun da. Der verbesserungswürdige Abschnitt über Akzeptanzpolitik lautet: »DIE LINKE wendet sich gegen jede Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, des Alters, der Religion, der ethnischen Herkunft, der sexuellen Orientierung und Identität oder aufgrund körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung. [...] Wir wollen, dass die Vielfalt unterschiedlicher Formen des Zusammenlebens gleichermaßen respektiert, geachtet und geschützt wird. Ein Paradigmenwechsel in der Familienpolitik ist dringend notwendig und erfordert ein neues Familienbild. Neben verheirateten sind unverheiratete Eltern und Patchwork-Familien und auch die Partnerschaften von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und anderen, die sich nicht in die gängigen Geschlechterrollen einfügen, als Erziehende anzuerkennen. DIE LINKE streitet für eine aktive Antidiskriminierungspolitik, die rechtliche Gleichstellung von Lesben, Schwulen und derjenigen, die nicht den üblichen Geschlechterrollen entsprechen, und für die Förderung ihrer zivilgesellschaftlichen Strukturen«
  • 65 Jahre Befreiung: Nach den bisherigen Rückmeldungen können wir an den Gedenkveranstaltungen zu 65 Jahre Befreiung in den ehemaligen KZs Sachsenhausen und im Klinkerwerk am 18./19.04 teilnehmen. Die Landesgeschäftsstelle kümmert sich um 2 Kränze für uns, die direkt in die Gedenkstätte geliefert und vor Ort von uns abgeholt werden kann. Genauere Infos folgen in ein paar Tagen. Am Potsdamer CSD am 17.04. werden wir nicht teilnehmen. Es gibt nämlich nochmal einen »richtigen« von AndersARTIG und Co. im Juli in Potsdam.
  • Einemstr.: Die Schwulen Juristen wollen die Einemstr., welche nach einem alten Monarchisten und Schwulenfeind (aus Kaisers Zeiten) benannt ist, umbenennen. Neuer Namensträger soll ein schwuler Jurist sein, der sich schon im 19. Jh. für Akzeptanz von Homosexuellen eingesetzt hat, Karl-Heinrich Ulrichs. Ich, der Bezirksvorsitzende und der BVV-Verordnete von Tempelhof-Schöneberg haben dazu eine PM rausgegeben. (siehe I-Net)
     

TOP 2: Programmdebatte: Kernthema: Entprivilegierung der Ehe?

  • Input von Marlene zur geschichtlichen Entwicklung der Ehe und heutige Abgrenzung zu anderen Lebensformen.
  • Kurze Debatte: Öffnung + Sprengung der Ehe als langfristiges Ziel. BAG sollte sich in der Debatte dem ganzen Programm widmen. Einfluss auf Programmkonvent durch Veranstaltungen/Workshops nehmen. Es gibt grundsätzliche Defizite im Programm in Bezug zur feministeschen Kritik, sozialen Bewegungen, Sprengung der Ehe und Akzeptanzpolitik.
  • Wir streben im Rahmen der BAG an, die Programmdebatte dieses Jahr zum Schwerpunkt zu machen
     

TOP 3: Iran-Demonstration

  • Iran-Debatte für Bundestreffen: Ziel soll ein Protestbrief der BAG sein, Kati schickt ein Entwurf über den Verteiler.
     

TOP 4: CSD-Bundeskampagne, Prideweek Berlin

  • Die LAG diskutiert ein Vorschlag von Peter und Kati für die CSD-Kampagne: »I/We have a dream«; Postkarten mit Leerfeldern, die gesammelt werden auf Pinnwand (Straßenfest, Wagen), Prämieren der Ideen, - Carsten unterbreitet einen anderen Vorschlag »Gesundheit«, um bei den unmittelbareren Interessen der Menschen anzuknüpfen, eigene Markenthemen herauszustellen. bessere Erleichterung der Arbeit der LAG.-> Die LAG beschließt, den Vorschlag von Carsten beim Bundestreffen einzubringen, jedoch den Vorschlag von Kati und Peter in Berlin als Anhang insb. bei den Infoständen umzusetzen. Das Konzept für CSD-Kampagne soll enthalten: Slogan, Inhaltliches Profil, Darstellungsweise (Layout-Input) -> Die Delegierten bereiten einen Vorschlag auf der Fahrt zum Bundestreffen vor.
  • Prideweek Berlin: Terence schlägt die Bildung einer AG aus 3-4 Leuten zur Organisation der Standbetreuung, besonderer Werbemittel, des CSD-Wagen etc. vor und zur Entwicklung eines CSd-Wagenkonzepts (Transenshow, einheitliche T-Shirts, Musik, Gästeliste?): Da sich keiner für die AG findet, wird nochmal per Internet gefragt.
     

TOP 5: Schnupperabend am 17.04

  • Bewerbung: Anrufen der LAG-Mitglieder, Verteilung von Flyer, Facebook-Veranstaltungs-Links,
  • Vor Ort: Vorstellung der LAG von mir und ggf. Gabriele, Kurz-Interview eines LAG-Mitglieds (voraussichtlich Kati oder Marlene); Aufteilung der Mitglieder auf InteressentInnen.
  • Als Film zeigen wir eine 45 Min. Doku, die kommende Woche im WDR läuft. Terence nimmt sie auf.
     

TOP 6: Sonstiges

  • Sitzungsort: monatlicher Wechsel des Sitzungsortes mehrheitlich beschlossen.
  • Bundestreffen: Versammlungsleitung, Protokoll noch vakant. Die Delegierten werden einen Vorschlag einbringen.
  • Regenbogenschutzkreis gegen Hasskriminalität auf facebook: Bezirksbezug Schöneberg Nord. Informationen erfolgen über den Verteiler.
  • Benni stellt einen Dringlichkeitsantrag fürs Bundestreffen vor und bittet um Unterstützung.